.htaccess-Datei mit WordPress richtig nutzen

Von der berühmt-berüchtigten .htaccess-Datei hast du mit Sicherheit schonmal gehört! Hierbei handelt es sich um eine Datei, die das Geschehen auf deinem Webserver beeinflusst. Genau genommen bezieht sich die Datei auf den Ordner, in dem sie sich befindet – inklusive allen Unterordnern.

In vielen Fällen hast du selbst Zugriff darauf. Manche Hoster gewähren ihn allerdings nicht, aber das wird immer seltener.

Triff die richtigen Vorkehrungen

Solltest du noch keine haben, wird sie ganz einfach erstellt. Öffne mit dem Editor eine neue Datei, die du .htaccess benennst. Sorge dafür, dass es keine Dateiendung gibt. Und schon bist du fertig!

Nachfolgend wirst du einige Tipps und Codes erhalten, was in deiner .htaccess unterbracht werden sollte. Wie immer gilt allerdings: Mach vorher ein Backup! Sobald die Datei Darstellungs- oder Erreichbarkeitsprobleme entstehen lässt, musst du sie nur löschen bzw. die fehlerhaften Stellen korrigieren. Aber Sicherheit geht einfach vor.

Wichtige Einträge in deiner .htaccess Datei

Kommen wir zunächst zu den Grundlagen.

WordPress erzeugt in der Regel selbst eine .htaccess, da es eine Regel benötigt, um richtig zu funktionieren. Diese lautet folgendermaßen:

# BEGIN WordPress

RewriteEngine On

RewriteBase /

RewriteRule ^index\.php$ - [L]

RewriteCond %{REQUEST_FILENAME} !-f

RewriteCond %{REQUEST_FILENAME} !-d

RewriteRule . /index.php [L]

# END WordPress

Wenn du die Datei allerdings noch nicht findest und du deshalb selbst eine erzeugst, fügst du ganz zu Beginn am besten diesen Abschnitt hinzu.

Für Sicherheit sorgen – diese Codes nutzt du dazu

Du willst natürlich, dass nur „geladene Gäste“ Zugriff auf dein Backend haben. Die sicherste Variante dafür ist ein Schutz, den du durch einen Code in deiner .htaccess Datei hinterlegst. Der lautet folgendermaßen:

# wp-admin Schutz Anfang

order deny,allow

deny from all

allow from IPAdresse1

allow from IPAdresse2

# wp-admin Schutz Ende

Etwas ähnliches machst du natürlich auch mit deiner wp-config.php, indem du folgenden Abschnitt hinzufügst:

# wp-config Schutz Anfang

<files wp-config.php>

order allow,deny

deny from all

</files>

# wp-config Schutz Ende

Der sorgt dafür, dass niemand (außer dir, du hast den FTP-Zugriff) auf die Datei zugreifen kann. Und dasselbe machen wir nun auch noch mit der .htaccess, damit du einen schönen Rundumschutz hast. Dafür brauchst du diesen Code:

#htaccess Schutz Anfang

<files ~ "^.*\.([Hh][Tt][Aa])">

order allow,deny

deny from all

satisfy all

</files>

#htaccess Schutz Ende

Ladezeit mit Cache & Komprimierung steigern

Du weißt mittlerweile sicher, warum eine schnelle Ladezeit für deine Website so wichtig ist. Wenn du ein Cache-Plugin benutzt, werden in der Regel entsprechende Passagen in deine .htaccess geschrieben. Du kannst das aber auch manuell durchführen.

Im nachfolgenden Code findest du die selbsterklärenden Anmerkungen zu einzelnen Dateitypen, die entweder nach einem Monat oder einem Jahr ablaufen. Das kannst du natürlich individuell anpassen, aber der Zeitraum sollte nicht zu kurz sein. Zumindest vier Wochen und damit ein Monat solltest du andenken, um die Ladegeschwindigkeit nicht zu sehr zu belasten.

# Browser Caching aktivieren

ExpiresActive On

ExpiresByType image/jpg "access 1 year"

ExpiresByType image/jpeg "access 1 year"

ExpiresByType image/gif "access 1 year"

ExpiresByType image/png "access 1 year"

ExpiresByType text/css "access 1 month"

ExpiresByType application/pdf "access 1 month"

ExpiresByType text/x-javascript "access 1 month"

ExpiresByType application/x-shockwave-flash "access 1 month"

ExpiresByType image/x-icon "access 1 year"

ExpiresDefault "access 2 days"

Als nächstes gibt es noch die Komprimierung. Wenn du einen Geschwindigkeitstest mit dem Google Developers Tool durchführst, wird dir das unter anderem als eine mögliche Maßnahme vorgeschlagen.

Das erfordert folgenden Code:

# GZIP Komprimierung

<IfModule mod_deflate.c>

SetOutputFilter DEFLATE

</IfModule>

# GZIP Ende

Du kannst anschließend mit diesem Tool ganz einfach überprüfen, ob die Komprimierung erfolgreich war.

Weiterleitungen bei veränderten URLs

Manchmal kommt es vor, dass du die Adresse eines Blogartikels veränderst. Beispielsweise, weil du nachträgliche OnPage-Optimierungen vornimmst oder dir einfach ein Tippfehler im Nachhinein eingefallen ist.

Es gibt für WordPress Plugins, die automatische 301-Weiterleitungen vornehmen. Allerdings suchen die immer nach einem Linktext, der dem vorherigen möglichst ähnlich ist. Je nachdem, wie die neue Variante aussieht, kann also die Fehlerquote entsprechend steigern.

Wenn es sich nicht um allzu viele Weiterleitungen handelt, empfiehlt sich daher eine manuelle Eintragung in der .htaccess-Datei. Die kann zum Beispiel folgendermaßen aussehen:

#301 Weiterleitungen

Redirect 301 /alteseite.html http://deinblog.de/neueurl

Redirect 301 / http://deinblog.de/

Da es ziemlich viele verschiedene Varianten gibt, siehst du dir am besten die Codevorlagen von dieser Website an. Die hat sich nämlich genau darauf spezialisiert.

Nettes Gimmick: Bild-Hotlink blockieren

Es ist ziemlich nervig, wenn andere Webseitenbetreiber einfach deine Bilder nutzen. Umso schlimmer, wenn sie dann nicht einmal auf deren Server hochgeladen werden, sondern einfach reinkopiert werden. So etwas bezeichnet man als Hotlink. Das ist nicht nur frech, sondern speist automatisch auch an deinem Traffic mit. In Zeiten von Flatrates zwar kein Problem mehr, aber es geht einfach ums Prinzip.

Mit dem nachfolgenden Code sorgst du dafür, dass anstelle des Bildes die URL dazu kopiert wird:

# Hotlink Block

RewriteEngine on

RewriteCond %{HTTP_REFERER} !^$

RewriteCond %{HTTP_REFERER} !^http(s)?://(www\.)?deinblog.de [NC]

RewriteRule \.(jpg|jpeg|png|gif)$ http://deinbild.jpg [NC,R,L]

Wie viel darf in eine .htaccess rein?

Im Grunde kannst du so viele Codeabschnitte hinzufügen, wie du brauchst. Je mehr es wird, umso wichtiger wird natürlich eine saubere Struktur. Sorge daher immer durch Hashtags (#) für Kommentare, damit du die Befehle bei Bedarf auch schnell zuordnen kannst.

Avatar von Pascal Prohl

Ich fahre seit 2023 Elektroauto und teile auf elektroblog.de meine Erfahrungen aus dem echten Alltag. Keine Theorie, sondern praktische Einblicke zu Laden, Reichweite, Kosten und Nutzung – so, wie sie im täglichen Leben wirklich sind.

  • Beste WordPress-Themes: Meine 15 Empfehlungen in 2025

    Beste WordPress-Themes: Meine 15 Empfehlungen in 2025

    Du suchst nach dem perfekten WordPress-Theme für dein Projekt in 2025? Nach wochenlangen Tests und der Analyse von über 50 verschiedenen Themes kann ich dir sagen: Die Auswahl war noch nie so gut – aber auch noch nie so überwältigend. In diesem Artikel stelle ich dir meine absoluten Favoriten vor, die nicht nur optisch überzeugen,…

  • Empfehlenswerte WordPress-Themes für Pagebuilder

    Empfehlenswerte WordPress-Themes für Pagebuilder

    Pagebuilder sind schon längst nicht mehr nur ein Werkzeug dazu, ein Design aufzubauen. Mittlerweile sind ihre Funktionen so breit gefächert, dass man mit ihrer Hilfe ganze Websites bis ins kleinste Detail aufbauen und zu einer professionellen Online-Visitenkarte gestalten kann. Kombiniert wird das ganze mit einem schicken Theme. Und die sollten hervorragend mit Elementor, Beaver Builder,…

  • WordPress: Fehler beim Aufbau einer Datenbankverbindung beheben

    WordPress: Fehler beim Aufbau einer Datenbankverbindung beheben

    Du weißt mittlerweile: WordPress braucht nicht nur einen Webspace, um zu laufen, sondern auch MySQL-Datenbanken. Im Zusammenhang mit diesen kann es zu verschiedenen Fehlern kommen. Der wohl häufigste ist der Fehler beim Aufbau der Datenbankverbindung. Wie du den wieder behebst, erfährst du nun in diesem Artikel. Mögliche Ursache 1: Verbindungsabbruch Wenn sich gerade ein Besucher…

  • 9 kostenlose Bildquellen für deine WordPress-Website

    9 kostenlose Bildquellen für deine WordPress-Website

    Die Suche nach einem hochwertigen, kostenlosen Foto war noch bis vor wenigen Jahren ziemlich mühsam. Es standen nur sehr wenige Optionen zur Verfügung und das verfügbare Sortiment war bestenfalls von minderer Qualität. Wie rapide haben sich die Zeiten geändert! Jetzt gibt es so viele kostenlose Bildwebsites, dass sie bis zu einem gewissen Grad sogar ganz…