Portfolio mit WordPress erstellen

Das Portfolio hielt lange Einzug im Offlinebereich, ehe es aktiv auf Webseiten eingesetzt wurde. Seinen Ursprung findet es in einer Bewerbungsmappe, in der die besten Referenzen gesammelt werden, um sich dann während dem Vorstellungsgespräch oder noch während dem Vorentscheid einen entsprechenden Vorteil zu verschaffen. Mit Fortschreiten der Technik wird dieses Instrument natürlich auch auf professionellen Websites mit einer großen Selbstverständlichkeit eingesetzt, da es als wichtiges Marketingwerkzeug zur Kundengewinnung beitragen kann.

Du hast es bestimmt schon einmal gesehen: Es handelt sich dabei um den Auszug gewisser Referenzen, die mit kleinen Grafikausschnitten angeteased werden. Beim Klick darauf öffnet sich entweder eine kleine Box oder eine ganze Unterseite, auf der die einzelnen Details zum jeweiligen Projekt abgerufen werden können. Der potenzielle Kunde soll dadurch den Eindruck vermittelt bekommen, dass er bei diesem Dienstleister genau richtig ist und er hier auch wirklich jemand erfahrenen an seiner Seite hat, der seine Wünsche und Vorstellungen für ihn gewinnbringend umsetzen wird.

Für wen eignet sich ein Portfolio auf der Website?

Ein Portfolio eignet sich im Prinzip für jeden Dienstleister, der seine Kunden durch die eigene Website gewinnen kann. Allem voran betrifft das natürlich digital agierende Agenturen und Dienstleister wie Webdesigner, Grafiker oder auch Fotografen.

Aber auch im eher unkonventionellen Rahmen kann eine solche Erweiterung auf der Seite nützlich sein. Beispielsweise auf einer Tierarztseite, die im Portfolio-Stil frühere Patienten mit deren ergreifenden Hintergrundgeschichte darstellt. Natürlich mit Erlaubnis der Hundehalter, die womöglich sogar den Content dafür bereitstellen.

Wie du auf deiner WordPress Seite ein Portfolio einrichten kannst

WordPress bietet dir gleich mehrere Möglichkeiten, ein Portfolio in die Tat umzusetzen. Die komplizierteste Variante wäre das manuelle Skripten eines Portfolios. Hier benötigst du nicht nur PHP- und CSS Kenntnisse, um den Quellcode entsprechend abzuändern. Nicht anders entstehen Plugins und Themes, die du ebenso dafür verwenden kannst, um deine Referenzen besser auszuweisen.

Installierst du für deine WordPress-Seite ein Theme, das bereits darauf ausgelegt ist, die Webseite eines professionellen Dienstleisters zu gestalten, verfügt es nicht selten über einen eigenen Portfoliobereich. Da dieser jedoch mit einem Plugin erst wirklich umgesetzt werden kann, gehören solche Sektionen meist Premium-Themes an. Diese haben im Bundle meist eigene Plugins inbegriffen, was dir natürlich den Vorteil bietet, dass sie bereits auf die komplette Seitengestaltung abgestimmt sind. So schränken sie am Ende auch nicht die Performance deiner Seite ein.

Ein paar gute Beispiele für solche Designs wären zum Beispiel Jevelin, Adios, Massive Dynamic oder auch Kalium von Themeforest. All diese Themes zielen darauf ab, als ein großes Portfolio zu dienen, während hingegen Uncode oder auch TheGem – ebenfalls von Themeforest – Portfolios als Abschnitte und damit als Teil des Ganzen verwenden. Zu den beliebtesten Plugins auf diesem Feld zählen das kostenfreie Nimble Portfolio und die Premium-Variante Essential Grid.

Die einzelnen Portfolio-Unterseiten erstellst du ganz normal, wie du auch Beitrags- oder gewöhnliche Unterseiten erstellen würdest. Die Maske im Backend variiert dabei je nach genutztem Plugin. In jedem Fall sind die jeweiligen Eingabefelder jedoch selbsterklärend.

Was gehört in ein Portfolio?

Ziel der Sache ist es natürlich, dass die Besucher nicht von den Inhalten überflutet werden und du dementsprechend nur die besten von all deinen Projekten dafür auswählst. Es besteht natürlich die Möglichkeit, dass du im Laufe der Zeit immer wieder neu sortierst und den ein oder anderen Tausch durchführst. Grundlegend solltest du dich daher auf eine fixe Zahl festlegen. Unter Online Marketing Profis geht man davon aus, dass sechs bis zwölf Referenzen völlig ausreichend sind. Wenn du dich auf eine gewisse Nische festlegen möchtest, solltest du diese natürlich durch deine Auswahl unterstreichen.

Bei Themes, die rein als Portfolio aufgebaut sind, kann die Zahl auch beliebig steigern. Trotzdem gilt auch hier aus rein verkaufspsychologischer Sicht: weniger ist mehr.

Wichtig sind außerdem stets die Randinfos. In welchem Zeitraum wurde das Projekt realisiert und was genau hast du dafür getan bzw. was von all dem, das der Kunde auf dem Referenzbild sehen kann, stammt von dir? Gehe nicht automatisch davon aus, dass dein Leser den in deiner Branche gängigen Fachjargon versteht und erkläre es so einfach wie möglich ohne dabei salopp zu werden.

Wo wird das Portfolio am besten platziert?

Je nachdem, ob du einen OnePager aufbaust oder deine Webseite auf mehreren Unterseiten basiert, variiert natürlich die Platzierung deines Portfolios.

Da sich den Portfolio bei einem OnePage WordPress Theme direkt auf der Startseite befindet, solltest du zuvor noch einzelne Textblöcke diesem Bereich vorangehen lassen, in denen deine Besucher nähere Informationen über deine Arbeit erhalten werden. So kannst du sie bereits neugierig machen, während deine Referenzen den Rest erledigen und damit dann aus interessierten Lesern auch wirklich Kunden machen.

Avatar von Pascal Prohl

Ich fahre seit 2023 Elektroauto und teile auf elektroblog.de meine Erfahrungen aus dem echten Alltag. Keine Theorie, sondern praktische Einblicke zu Laden, Reichweite, Kosten und Nutzung – so, wie sie im täglichen Leben wirklich sind.

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